Neue Zeiten stehen bevor

So. Meine Zeit bei der Scholz & Friends Berlin GmbH geht nun nach 18 Jahren zu Ende. Die ersten Jahre war es mein Arbeitgeber, die letzten zwei war es dann mein Kunde.

Es gab gute Zeiten, es gab schlechte. An beide werde ich mich erinnern. Die ersten Jahre waren mehr die guten Zeiten. Die letzten zwei Jahre waren dann doch eher traurig. Besonders das letzte Jahr. Die IBM hat maßgeblich dazu beigetragen.

Doch nun muß hier ein fetter Strich gezogen werden. Jetzt kommt ein neues Kapitel, jedoch ist offen, wie es aussieht. Jeden Tag schicke ich Bewerbungen raus. Von 100% Anfragen kommt kaum was zurück. Ab und an, wenn es dann doch ganz spannend war: Nachhaken – sonst aber eher nicht – muß Energie sparen für den ganz besonderen Arbeitgeber, der mich dann aber auch verdient hat.

Bin mit der Weile bei ganz viel Arbeitsvermittlern im System – doch ich bin da wohl zu speziell mit meinen ach so tollen Mac-Kenntnissen. Und Ja, manche suchen mal kurz für einen im eignenen Pool, doch wenn sie merken, daß sie dann doch einen höheren Suchaufwand haben, wenden sie sich schnell ab und werden ganz leise.

Was ist nicht mehr hören kann: Na Du bist doch in der IT – da werden doch immer Leute gesucht. Und was auch nicht geht: Und? Hast Du schon was in Aussicht? – Wer sich unbeliebt machen will bei mir, fragt genau diese Fragen. Jemanden dissen mach ich eher nie – hier aber mache ich eine Ausnahme.

Nach all der Zeit der Vollbeschäftigung, ist auch die Zeit angebrochen sich mit dem Arbeitsamt anzufreunden.

Gott! Das geht garnicht so!

Den Sinn eines Arbeitsamtes habe ich jedoch noch nicht so ganz erfaßt. Begriffen habe ich nur, daß es versucht Menschen möglichst schnell wieder los zu werden. Also nicht wirklich Menschen – es sind dann doch eher Fallnummern.

Ich bin beim Amt in Bernau gemeldet, meine direkte Vermittlerin ist mir bekannt, auch wenn andere das ebenso behaupten.

Meine Vermittlerin ist spezialisiert auf Reinigungspersonal, Kulturwissenschaftler und frag mich noch was. „Zum Thema IT können sie mir sonst was erzählen, davon habe ich keine Ahnung.“
…Okay
…Ja. Soviel dazu.

Schärfster aller Vermittler ist ein Typ, der auch mein persönlicher Vermittler sein will. Er kommt vom Arbeitsamt Berlin-Tempelhof. Er ist einer, der absolut persönlich vermittelt in Form von „Bewerbungsaufforderungen“.

Bewerbungsaufforderungen kommen immer per eMail und grundsätzlich im Befehlston.

Das sieht dann so aus, daß man sich auf so eine Stellenanzeige bewerben muß(!), in dem man bei einer 42-Stunden-Woche in einem 7/24-Call-Center Office365-Accounts einrichtet. Die Bezahlung ist dann 1500 EUR brutto. „Ja, Brutto. Da geht dann noch was ab. Und wir bezahlen ja nach Tarif.“ (Bitte?)

Mit 18 jähriger Berufserfahrung und einer vierköpfigen Familie im Hintergrund nicht schön. Aber wenn dieser Verdienst weit unter 50% des bisherigen Einkommens liegt, frage ich mich schon, ob es noch geht.

Meine Meinung ist also von diesem sogenannten Arbeitsamt sehr getrübt. Die Mitarbeiter tragen um so mehr zur Trübung bei. Es ist eben ein Amt, ein DEUTSCHES AMT. Und ich Dummchen hatte es als Serviceunternehmen gesehen, helfend und unterstützend für den Übergang zu einem neuen Arbeitgeber und vielleicht auch berufsneuorientierend beratend… Ein Witz. Den Laden könnte man abschaffen. Stellenanzeigen gibt es anderen Orts auch – da brauche ich kein DEUTSCHES AMT für, denn ich kann immer noch selbständig lesen, beurteilen und bewerten, Schlüsse ziehen und mich bewerben – da brauche ich eben nun mal kein DEUTSCHES AMT für.

Na mal schauen.

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Raspberry und Banane – Herausgeholt für den Herbst und Winter….

Es wird kühler draußen und die Sonne geht schneller unter. Damit beginnt langsam wieder die Bastelzeit bei mir.

Mein seit einem Jahr schnuckelig laufender RaspberryPi ist mal wieder abgelöst worden in den letzten Wochen durch den BananaPi als Server. Der Schnelligkeit wegen.

Die Banane bootet das System von der SD-Karte, der Rest liegt auf einer SSD, die über SATA direkt an der Banane hängt. Das ganze Gebilde ist ratzeputzeschnell und das nicht nur vom Gefühl her. Anfängliches Problem mit dem neuen Bootloader habe ich umgangen, indem ich einfach wieder den althergebrachten verwende. Es gibt einige maue Anleitungen (so wie hier: https://frank-mankel.de/12-bananian/158-bananian-auf-hdd-installieren), aber ich hab es nicht hinbekommen damit. Mit dem alten Bootloader gehts wenigstens.

Den Watchdog vom BananaPi habe ich zwar nicht zum laufen bekommen, dafür laufen aber zwei Scripte, die immer schauen, ob das Netz läuft und bestimmte Dateien erreichbar sind und dann ggf. Dienste oder den ganzen Rechner neu starten. Und genau so hängt der kleine chinesische Raspberry-Clone per DynDNS im Internet und mimt recht zuverlässig meine zweite Owncloud und meinen Traccarserver. <hurra>
BananaPi

Den freigewordenen RaspberryPi habe ich nun mit einer Webcam versehen und werde ihn über ein altes UMTS-Modem ins Internet stellen. Dann möchte ich das Teil im Garten aufstellen. Mal schauen, wie es klappt. Der Anfang ist gemacht worden, was garnicht so einfach war, denn die vorhandenen diversen Vodafone-UMTS-Sticks habe ich nicht nutzen können. Es haperte einfach an der Unterstützung seitens meines Linux und von sakis3g (http://www.sakis3g.com) – stattdessen nutze ich nun ein E220 von Huawei. Dieses Teil wählt sich super über sakis3g automatisch ins Netz der Netze. Die erste Hürde wäre schonmal genommen. Als zweite ist nun die Hürde zu bewältigen, die mir mein Provider Vodafone in den Weg gepackt hat. Das NAT von meinem Provider läßt mich nicht über das Internet auf den Raspberry zugreifen. Da muß ich wohl die Sperren umgehen. Ab heute kann ich mich also mit dem Tunneln beschäftigen… Wie das geht, habe ich auch schon entdeckt. Hier mal eine Anleitung von http://chriskrz.selfhost.bz/index.php/reverse-ssh-tunnel-schritt-fur-schritt/.

RaspberryPi

Nebenbei habe ich mal geschaut, wie ich die Bilder aus dem Garten bereitstellen kann. Die einizige Möglichkeit sehe ich nur über einen Sync über dropbox oder über owncloud. Das Syncen über die Dropbox bekomme ich grad nicht zum Laufen – warum auch soll alles gleich klappen? Manuell gehts mit der Dropbox, aber nicht automatisch im Hintergrund. Keine Ahnung, warum. Mit der Owncloud sieht es nicht anders aus. Anleitungen gibt es (z.B. hier https://www.ossramblings.com/headless-owncloud-linux-sync), aber Fehler auch und ich kann sie nicht entdecken. Das nervt grad. Also noch eine Aufgabe: entweder bald ans Laufen bekommen, oder aber noch nach einer weiteren Alternative zum Sync suchen. Viel Zeit ist nicht mehr, dann kommt das Gartenhaus und ich will den Aufbau mit Zeitraffer aufzeichnen.

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Was mach denn nun das Boot?

„Was mach denn nun das Boot?“ – das habe ich die Zeit nun schon öfter gehört und dann noch sowas wie „ist still geworden bei Dir“…

Ja, liebe Leute, ich bin etwas ruhiger grad. Der Job und dessen Verlust ab 1.März nächsten Jahres frustrieren nur noch und es macht echt Mühe, denn was Neues muß  her – und das will diesmal gut gewählt werden.
Dann kommt da unser neuer Garten, der so einiges abverlangt und dann waren noch nebenbei Ferien und ein Urlaub in Schweden, der noch verdaut werden muß…

Ja, ich brauch noch etwas, aber ich meld mich bald wieder. Versprochen. Es ist grad nicht alles so einfach…

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Weiterbildung bei der IBM?

Man hatte es uns voriges Jahr fest versprochen als wir zur IBM gedrängt worden sind: viel lernen bei IBM, viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Nun also lerne ich – ab heute richtig! Think40:

Begriffe wie „strategische Transformation„, „Arbeit, Arbeitsplatzwechsel und Arbeitsplatzverlust„, “ Beratung zur beruflichen Neuorientierung„, „erhebliche Restrukturierungsmaßnahmen„, „massiver Personalabbau„, „betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer„, „geplante Scope„, „Angebote zu einer einvernehmlichen Aufhebung„, „betriebsbedingte Kündigungen„, „so sozialverträglich wie möglich„, „Outplacement-Beratung„…. Ich komme mir vor wie bei einer Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten.

Und auch sehr schön der Satz „…wir möchten Sie darüber informieren, dass Sie nach derzeitigem Stand zu den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören [PUNKT]“ – hey ja – das bedeutet „Ihr Arschbratzen seid raus! Ätschebätsche.“ – ich kann sogar schon übersetzen und ganz ohne GoogleTranslate.

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Schon etwas überwältigend – ich wurde und war überrascht

Nun bin ich etwa eine gute Woche wieder aktiv auf Arbeit und ich muß echt sagen, daß ich sehr überwältigt bin von all dem Feedback, von all den Leuten, die vorbeischauten und sich erkundigt haben, wie es geht und auch weitergeht. – Das hätte ich so nicht vermutetet und bei einigen auch nicht erwartet. Das ist doch rührend. Echt mal. Aber das ist hier so. Hier, bei meinem quasi alten Arbeitgeber und jetzigem Kunden.
Es ist sogar die Besucherzahl im Blog gestiegen und neue Suchbegriffe haben sich in den Logs angefunden…

Danke.

Aber… Bei der IBM hat sich nichts verändert. Im Gegenteil.

Ich schwebe hier also nur noch dahin: Dienst nach Vorschrift. Nicht denken, nicht aktiv werden, nicht weiter auffallen.
Stoisch nur machen, nicht hinterfragen – auflaufen lassen. Nicht mehr. Freundlichkeit fällt mir schwer – immerhin: ich bin noch nach wie vor gut im Heucheln, wenn es sein muß, denn viele verstehen, wenn ich sage: „…geht so!„und sie nur grinsen und nicken…

Warten also auf den letzten Arbeitstag – ohne die Abfindung wär ich längst weg.
Es ist nicht das, was ich will. „Glücklich im Job“ muß wieder her. Spaß haben und andere teilhaben lassen daran und auch wieder gern helfend dasein. Okay, das Geld ist zweitrangig dabei, auch, wenn es nicht wegzudenken ist <mmmpfh>.

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