Die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt heißt nochmal wie?

ähmmmm. Magdeburg? Gut geraten. Von der Haustür bis ins Land der Frühaufsteher benötigten wir gut 2 Stunden. Rauf auf den Ring, bis Werder und weiter bis Magdeburg, dann auf den Stadtring und einmal verfahren und schon stand der Raik vor uns. Ein gutes Jahr war bis dahin vergangen. Annaliese hatte einen Tag zuvor ihren 2. Geburtstag gefeiert. Anton hatte zwar ein paar Sachen mit uns einstudiert, aber als es drauf ankam, sagten Jenny und ich “Happy Birthday” zur kleinen Lady. Continue reading “Die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt heißt nochmal wie?”

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Eisenbahnromantik

Langsam kämpft sich der Zug den steilen Berg hinauf. Die Zahnräder der Lokomotive greifen in die Zahnstangen neben den Schienen. Ein Prusten und Schnaufen. Der Zug gibt ein laaanges Hupen von sich und schon ist der Gipfel geschafft. Ab hier geht es abwärts.

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Doch vorher können die zwei einzigen Fahrgäste des Zuges den grandiosen Ausblick genießen. Leider, wie bei so vielen Attraktionen, reicht die Zeit dafür kaum aus. Die Bahn auf dem Scheitelpunkt geht in die Talfahrt über, durchfährt die blaue Brücke und schwenkt nach Links. Die ingeneurtechnische Meisterleistung der Erbauer dieser Strecke erahnend folgt der Halt auf dem größten aller Bahnhöfe. Hier wird die kleine dieselbetriebene Bahn aufgetankt. Ein Fahrgast vertritt sich die Beine, der andere schaut verträumt aus dem Fenster hinüber zu einer friedlich grasenden Kuh. Bald darauf, die Bahn hat aufgetankt, geht es weiter. Der Abzweig in die Schleife bleibt rechts liegen. Die Fahrt geht unter dem einziartigen Viadukt hindurch, an zwei Haltepunkten. Nun liegt die Weiche vor uns, die uns von der anderen Seite in die Schleife führt. Diese durchfahren wir zweimal bevor die Weichen gestellt sind und das große Hauptsignal auf Grün schaltet. Von neuem beginnt der Anstieg: die Fahrt auf die EmpireStateBridge…

Im Hintergrund malt ein kleiner Junge mit seinen Fettstiften auf einem Blatt Papier, während ein kleines, grünes Recyclingauto zum Bahnhof rollt. Die Welt ist schön. Einer der Fahrgäste der kleinen Bahn heißt Peter. Er liest das Abfallbuch für Kinder. Er freut sich schon auf seine Ankunft am Bahnhof, denn seine Schicht beginnt gleich: dann heißt es wieder einmal aufräumen. Bald nämlich ist großer Besuch angesagt: der kleine König soll heute noch mit seinem Pferd angeritten kommen. Mitbringen will er auch eines von den so seltenen Plapageieiern. Bis dahin muß alles Tiptop geräumt sein und die Straßen und Wege sollten frei von Steinchen sein… Ob es gelingen wird? Der Tag neigt sich doch schon zum Ende…

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Fast geschafft…

Der Kalender verliert seine letzten Blätter und der Winter ist theoretisch angebrochen. Alles wartet auf den Bartträger mit der roten Filzjoppe, auf leckeres Essen und das Wanstrammeln im Anschluß daran. Ich warte auf Antons Eisenbahn. Gut, daß wir Eltern noch Einfluß auf die Geschenke nehmen können.

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Die nächsten Tage sind nun erstmal frei. Das ist eben so und da kann man auch nichts machen – haben wir ja alle so gewollt, oder? Also. Was nun tun mit der restlichen Zeit? Ich werd mich mal um unseren Sohnemann kümmern: werd mit ihm die Mahlzeiten für die nächsten Tage im Supermarkt zusammenstellen. Das ist einfach. Die Feiertagsabende sind wir ja bei Omas und Opas eingeladen. Da brauchen wir also nur den Frühstückstisch befüllen…

Jenny hat leider noch entdeckt, daß unserem Konto etwas abgebucht worden ist, was auf ein Weihnachtsgeschenk schließen läßt. Das alle nur, weil ich nicht mit der VISA-Karte bezahlen konnte, da ich meine PIN-Nummer nicht wußte (hab ich noch nie gebraucht). Dabei sollte es eine Ü“berraschung sein. Und sie hätte auch glücken können, weil wir uns ja eigentlich nichts schenken wollten. – Jenny war heute mit unserem Großen im Gesundbrunnencenter. Toll. Die Rache ist ihre. Da kommt bestimmt noch was…
Na was solls. Laß ich mich mal überraschen…

Dabei ist die schönste Ü“berraschung schon die, daß Beth, Annalise und Raik ins Land einreisen werden. Jenny und ich sind uns da einig: wir freuen uns darauf, sie mal in Magdeburg besuchen zu können. Das ist bestimmt das beste Ereignis in den nächsten Tagen. Anton kann schon “Magdeburg”, “Annalise”, “Hello” und “Thank You” sagen. Was wollen wir mehr mit 2 1/2 Jahren?

Nun aber warten wir auf das Fest. Bei meinen Eltern bin ich ganz besonders gespannt und hoffe, daß meine Ü“berraschung nicht wieder mal das Fest verhunzt und die Stimmung ins bodenlose fällt. Das ist wie immer ein großes Bangen mit unverfrorener Hoffnung.

Meine liebeste schläft schon. Werd jetzt mal auch ganz leise unter die warme Decke huschen…

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