Lange, lange, lange Stange und davon so einige. Nun sind sie eingebaut.

Vorletztes Wochenende 3 Stunden und dieses 6 Stunden…

…das ist die Bilanz an Zeit, die ich wieder an meinem Projekt sägte, nietete und bohrte. Und diesmal habe ich mal wieder Bilder gemacht, die langsam ein Ziel erahnen lassen.

Die Senten oder Planken oder wie auch immer man die Längsrohre nennen will, sind (puh) endlich eingepaßt. Das komische nur: das Boot ist geschrumpft. Es fehlt nun ein guter Zentimeter. Komisch. Einfach weg…. 18,47ft ist aber auch noch lang… Es wird tatsächlich ein 18.5er… Als ob ich das ja nicht sowieso wollte <hehe>.

Am Anfang des Projektes habe ich etwas gefertigt, es angebaut und mich einem weiteren Teil gewidmet. Je weiter das Boot nun gedeiht und ich mich entschließe weiter am Boot zu bauen, muß ich es aufbauen, dann zum Schluß wieder abbauen (zur Erinnerung: meine Werft ist immernoch der Kellergang). Von drei Stunden bleiben somit nur zwei Stunden echte Zeit für Arbeiten. Wenn die Haut rankommt, wird es nochmals länger dauern. Damit muß ich mir vorher Zeitfenster suchen, die groß genug sind und welche, bei denen ich vorher schon genau weiß, was zu tun ist. Und dann auch immer abgestimmt mit den Bedürfnissen meiner Family One.

Heute wurden die letzten zwei Rohre eingebaut. Damit sind bis auf zwei Reservisten alle verbaut. Nun kommt der Süllrand als nächste große Aufgabe. Und genau das werden wieder ein paar Tage oder Wochen sein zum Kopfzerbrechen. So, wie ich es mir dachte und auch so schlüssig wie mir alles erschien, so geht es garnicht. Paßt nicht vorn nicht hinten. Und leider machen alle anderen es ganz anders. Also wo soll ich mir denn was abschauen, wenn es nichts gibt zum Abschauen?

Na mal schauen. Mir fehlt definitiv noch Holz und etwas zum Biegen von Holz. Und…. ich benötige noch Kinderstühle. Also solche aus der Schule. Oder vielmehr nur die Sitzflächen und Lehnen. Plaste will ich nicht und Elaste auch nicht. Oktober war vielleicht ganz schön mutig mit meinem Ziel.

…hier nun die Bilder zu den letzten Arbeiten (die blauen Gurte “simulieren” sozusagen die Bootshaut – alles nur damit die Spanten nicht rausfallen…):

Alle Rohre eingebaut

Ohne zu zerfallen

Blick auf die Unterseite

Alle Rohre eingebaut

Farblich markiert hilft ungemein

Schiebehülsen mal bei der Arbeit

 

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Gestatten? "Socke" und "Locke"

Seit Sonnabend sind wir mit zwei strubbeligen, 6 Wochen alten Kunden, zwei Nasen mehr zu Hause. Der eine heißt Locke und der andere heißt Socke. Beides Jungs. Beides Vegetarier. Mal schauen, ob das gut geht 🙂

Locke SockePaul und Locke

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Die Brandenburger in Bayern…

So. Nun ist der Urlaub vorbei. So einfach ist das. Zack!

Wir waren mal ganz spontan in Oberbayern. Das hatte sich zwei Tage vorher final entschieden. Also packen und nächtens auf die Autobahn und fahren. Wie bei der Gruppe Kraftwerk: Autobahn.

Starnberger SeeUm 1:30 losgefahren und 9:00 in Feldafing am Starnberger See ankommen.

Der immerwährende Eindruck war bei mir dort: “deplaziert” – also irgendwie paßten wir nicht ganz rein. Das Auto war falsch. Also so richtig falsch (und ungeputzt). Die Klamotten waren nicht edel genug. Und an die Bäckerpreise wollte ich mich nicht wirklich gewöhnen.

In Sachen Autofahren weiß ich nun, daß man in Bayern auf einer dreispurigen Straße immer die Mittelspur nehmen muß. Rechts fahren nur Lkw oder Leute aus Brandenburg (und die sind rar). Und sollte man dann mal jemand nach minutenlangem Hinterherfahren überholen, weil 70 nicht so prickelnd ist auf gerader 100er Strecke, dann immer damit rechnen, daß man von diesem BMW oder Audi oder Porsche garantiert selber überholt wird. Wenn Leute gesucht werden, für die ein Auto ein Prestigesymbol ist, dann hier im Süden von München.

Da ich fast immer fuhr, habe ich die automobilen Leute nicht so ganz vergessen, weil ich sie auch nicht verstanden habe. So nah am Limit habe ich bisher noch kein Völkchen fahren sehen. In Ortschaften darf man oft mit 60 oder 70 durchrauschen – warum das erlaubt wird? Keine Ahnung. Wenn man mal nicht so schnell darf und 50 fährt, fällt man auf. Und wenn man kein Statussymbolauto fährt, garantiert. Da werden einem fast die Nummernschilder beim Fahren stibitzt. Also in Bayern immer schön ein wenig über normal fahren… Tempomat (ich habe ihn nicht) auf 60 und es paßt schon…

Nett sind die Bayern zu Kindern, keine Frage. Aber es gibt einen Widerspruch, den ich nicht verstanden habe: wenn die Bayern so toll auf Familie machen, warum gibt es denn nirgends Familien-Tarife oder Familien-Tickets? Wo waren denn die tollen Familienangebote versteckt?Wenn es denn sowas mal gibt, dann ist die Ersparnis nahezu Null. Hmmmmm. Na ja. Kita für Kinder unter 3 Jahre herdfreundlich von 7 bis 12 Uhr geöffnet, ist ja auch so ein Reißer…

Was wir vorfanden, waren um Feldafing herum sehr viele Afrikaner. Viele oft mir Smartphones telefonierend oder einfach nur ab und an in Grüppchen am Straßenrand sitzend. Ob das die vielen illegal eingeschleusten Bootsflüchtlinge waren, die rund um Deggendorf in das für sie heilige Land kamen? Es waren auffällig viele. Und es waren alles immer nur Männer. Wo waren Frauen? Wo Kinder? Im Land Brandenburg fiel mir so eine geballte Ansammlung noch nie auf. Ob wir auch so viele asylsuchende Menschen aufnehmen?

Am ersten Tag in Bayern war erstmal das Ankommen angesagt. Aber dann…
Wir hatten die nächsten Tagen viel versucht zu unternehmen. Wenn schon, denn schon 😉

Landschaftlich ist es in den Bergen immer wieder schön für uns Flachlandindianer. Blick über Garmisch PartenkirchenBesondere Augenweide aus meiner Sicht waren die übermäßig blauen und türkisfarbenen Bergsehen. Die Gipfel von unten zu sehen, so unerreichbar, war aber auch was feines, selbst wenn es nur durch`s Fernglas war.
Kochelsee Kochelsee Mein Lieblingssee war übrigens der Walchensee und gleich danach der Achensee, welcher auch Ziel eines Ganztagesbesuches war mit zweimaliger Dampferfahrt und einer halsbrecherischen Wanderung…
Achensee an der Gaisalm Achensee Achensee Richtung Pertisau So blau der Achensee Am Rande des Achensees

Zwei Klammen haben wir natürlich auch besucht, denn es sollte uns bei diesen Temperaturen von immer so an die 40 Grad abkühlen. Somit haben wir die Partnachklamm Patnachklammund die Leutaschklamm in unserem Wandertagebuch eingetragen. Für Kinder ideal. Gefallen hatte uns besonders die Leutaschklamm (Parken am Tag 5 EUR / Eintritt frei):GeisterklammGeisterklammZu den Wasserfällen der Geisterklamm3

Und mit all diesen Blicken ins kühlende Wasser, in die kühlenden Farbtöne von Blau bis Türkis…Kühles Nass - der Walschensee

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