Meine Haut hier rein!

2,5 Stunden und eine Stunde Werft saubermachen

Nun könnte man schon langsam was erahnen von einem Boot, denn die erste Haut hat es heute verpaßt bekommen. Wenn man so will, ohne zweideutig zu sein, die Vorhaut, welche dann auch fast schon wieder weggeworfen wird. Also: das Finale naht in weiter Ferne.

Mit Bauplane (was billigeres gab es nicht), habe ich mich heute rangemacht und eine Schablone gefertigt für die spätere eigentliche Bootshaut. Die Bauplane (eben diese) hatte mir bei meiner Persenning für meinen Kanadier, dem Takatango, schon gute Dienste geleistet.

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Tausend Dinge gehen einem dabei durch den Kopf. Wir wird es klappen? Wird sie möglichst faltenfrei sitzen? Was wird durchdrücken? Kann ich jetzt endlich entscheiden, ob ich das Oberdeck kleben oder nähen werde? Wird das überhaupt was, was ich hier baue oder ist das alles für die Tonne?

Vieles, was ich in den Bauberichten hier im Netz der Netze las, scheint sich zu bewahrheiten, vieles ist dann doch nicht so schlimm (noch nicht) und vieles, werde ich wohl erst sehen und feststellen, wenn der Kleber ganz zum Schluß trocken ist.

Also feststellen kann ich schonmal, daß jeweils ab den zweiten Spanten zur Spitze bzw. ab den zweiten Spanten zum Heck die Plane Falten schlägt. Diese Falten gingen recht schwer weg. Dabei ist die Folie recht dehnbar – die eigentliche Haut wird es nicht sein. Das wird spaßig. Werde ich wohl einschneiden müssen (fragt sich nur wie weit), ob überhaupt schneiden und vor allem wie und wo.

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Die Aufhängungen der Senten an den Steven sind nett (habe ich mir ja auch ausgedacht <hehe>) – nur die Schrauben sind zu lang uns sollten entweder gekürzt werden oder gegen Hülsenmuttern getauscht werden oder gegen Splinte (war mir aber auch schon vorher klar, weswegen es nun nicht sooo überraschend war).

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Unter die Schiebehülsen müssen später unbedingt Verstärkungen runter. Nicht, daß sie eindrücken – das ist nicht das Problem. Unsachter Zusammenbau von Haut und Boot wird bestimmt öfter Beschädigungen verursachen. Muß nicht passieren, aber kann. Also gleich mal weiter schauen. Die Folie hat zumindest ein paar Beschädigungen – das soll später nicht sein.

Der nächste Schritt wird dann wohl der Zuschnitt der Haut sein. Heute aber ist Feierabend.

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Frau geht Shoppen, Kinder sind beschäftigt, Olli nimmt sich die Zeit für…

Sonnabend – 4,5 Stunden…

Pilze geerntet, geputzt und Mittag gegessen. Frau geht Shoppen, großer Junge geht zum Kindergeburtstag und kleiner Mann kann auch mal alleine malen, kneten und (für ihn hurra) mal alleine in Minecraft bestimmen. Meine Zeit ist gekommen…

Ich habe, wie schon Tage lang geplant, die Süllrandaufhängung am Spant 5 jeweils 1,5 cm zur Seite versetzt. Jetzt ist nur noch ein Bogen drin und der bleibt so geschwungen.

Weiterhin ist der Süllrand komplettiert worden, denn ich habe nun noch die Latten für die Oberhaut angefertigt. Die Spitze des Süllrandes ist jetzt wieder ein Stück auseinander – hatte nicht dran gedacht, daß da ja noch die Leisten hinterkamen…

Am Spant 2 sind zwei weitere Aluwinkel angebracht worden.

Langsam gehen mir die Ausreden aus, um ja nicht mit der Bootshaut zu beginnen 😉 Langsam nimmt das Teil gestalt an.

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Der Süllrand zwischen Spant 4.1 und Spant 4.2 – links der Süll, wie er sein soll, rechts kommt meine Improvisation – das rote Klebeband kommt natürlich später ab…
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Mal unter von Unten geschaut…
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Hier nochmal das Zwischenstück vom Süllrand zwischen Spant 4.1 und Spant 4.2
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Und nochmal das Süllrandzwischenstück
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Spant 2 mit den Sentenverschraubungen
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Sentenverschraubung
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Traumhafter Einblick

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Na nun habe ich das Boot zur Seite gestellt – also mal nicht auseindergebaut – morgen nehme ich mir dann noch ein paar Stunden…

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Nach unten und gleichzeitig zur Seite gebogen: der Süllrand

So eine Süllrandleiste kann eben nach unten und auch gleichzeitig zur Seite gebogen sein. Das scheint also doch recht normal zu sein (http://www.woodworker.de/forum/teil-faltboot-reparieren-t85766.html#post344113) und auch ungebogene Holzleisten lange in diese Form gezwungen, bleiben irgendwann auf Dauer in diesem Zustand.

Bin mir aber sicher, daß es nicht so krass sein muß bei mir. Also muß ich nochmal ran an die Maße… Langsam entscheide ich mich dafür, daß die vorletzten Aufhängewinkel links und rechts weiter nach Außen wandern… Ich sehe nur nicht den Unterschied zwischen den Originalspanten und dem, was ich da gemessen und dann gezimmert habe. Beim originalen WEZ80 ist das von meinem Gefühl her nicht so krass gewesen, könnte aber wiederum die geleimten, vormals wohl gebrochenen Süllrandleisten erklären.

Na nun habe ich mir gedanklich mal einen Plan gebastelt:

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Da der Original Bumerang am Ende gut passen würde (zumindest von der Breite her, liegt es wohl recht nah, daß der vorletzte Spant mehr geöffnet werden muß
Rot: hier müßte es nach oben kommen Blau: alternativ könnte es hier aber auch nach unten gehen
Rot: hier müßte es nach oben kommen
Blau: alternativ könnte es hier aber auch nach unten gehen

 

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Ein heutiger dissozialer Kommunikationskringel

Herr Super Mister Wichtig ist im Haus.
Herr Super Mister Wichtig will in das(?) WLAN.
Herr Super Mister Wichtig wählt irgendeins(!) aus.
Geht nicht.
Er ruft seine Sekretärin 300km entfernt an.
Diese soll der Empfangsdame 30m entfernt von ihm Bescheid sagen, daß er ins WLAN muß und es nicht geht.
Empfangsdame ruft nun in der IT an.
Irgendwas geht nicht, sprech doch mal mit der Sekretärin vom Herrn Super Mister Wichtig.
Okay (warum darf ich nur nicht selber mit ihm sprechen?). Herr Super Mister Wichtig kommt nicht ins WLAN. Was genau nicht geht, weiß sie nicht. Wo meldet er sich an? Wie heißt das WLAN? Welchen Nutzernamen gibt er an? Sie hat keine Ahnung.
Schnell mal schauen auf dem Server, ob er überhaupt darf (er darf)und runter zu ihm.
Herr Super Mister Wichtig ist nicht da. Liegt alles offen auf dem Tisch, aber keiner im Raum.
Hmmmm. Kurzer 30m langer Dienstweg zur Dame vom Empfang: wo ist Herr Super Mister Wichtig? Wie? Gerade telefonierend das Haus verlassen? Ach dahinten ist er ja und hat ein Telefon am Ohr. Kann ihm also nicht geholfen werden. Und ach… für das Gast-WLAN hat er Zugangsdaten bekommen…
Wenn er Probleme hat, soll er sich melden. Idealer Weise gleich bei mir oder am Empfang.
Prima. Kann ich gedanklich abhaken. Ohne Feedback-Rückkanal ist das erledigt.
Vier Stunden später wieder die Sekretärin. Was ist denn nun. Kann er nun ins WLAN? – Woher soll ich das wissen? Ich gehe wie auch die Empfangsdame davon aus. Achso. Reicht nicht? Sekretärin schreibt ihm nun eine eMail, fragend ob es geht.
Ob Herr Super Mister Wichtig nun mit “nein” antworten wird?

….Leute aus der 3fach-C-Riege – bei einigen habe ich so daß Gefühl, daß sie regelrecht angeekelt sind von ihren eigenen Schergen und der Dienstleister der Schergen…

….ich kenne aber auch wenige, die mich jedoch noch heute beim Namen kennen, grüßen und wenn nur aus Höflichkeit statt aus Interesse wenigsten fragen, wie es geht – das sind Leute, die mich echt beeindrucken. Zu genau denen schaue ich gerne hinauf. Respekt.

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Gut Ding braucht Zeit

Letztes Wochenende 4 Stunden…

Knallhart habe ich mal wieder zugeschlagen und meiner Familie 4 Stunden mit mir gestohlen. Und wer mich kennt, weiß, wo ich wieder mal war: im Keller.

Es waren 3 recht fruchtbare Stunden, wenn ich denn mal wieder die Zeit für den Aufbau und Abbau abziehe. Fruchtbar meint dann aber nur, daß es wieder ein minimales Stück voran geht. Es war eher furchtbar, daß dabei die Zeit so rasend schnell verging.

Am Freitag – war es Freitag? Hatte ich mich aufgerafft und bin mal schnell zum Baumarkt gefahren und hatte mich mal umgeschaut… Und wie es immer so ist, ich hatte mal wieder was gefunden – nicht die wirklichen Objekte meiner Begierde, aber immerhin Objekte. Objekte in Form von Kiefernholzleisten für den Süllrand meines Bootes. “Oh nein!” werden sicherlich schon passionierte DIY-Bootsbauer rufen, doch es ist besser, als teures Erlen- oder Buchenholz für das zu versauen…

Somit hatte ich am Sonntag etwas Spaß im Keller. Die alten Leisten vom Süllrand passten natürlich nicht mehr (mich tat das nicht überraschen) und taugten nicht wirklich als Vorlage. Sie wiesen mir aber zumindest einen Weg. Dabei merkte ich wieder, wie wichtig es ist genau zu arbeiten (ich hatte wohl wieder irgendwo geträumt und an manchen Stellen ein paar Millimeter unter den Tisch fallen lassen, die nun fehlten).

Rausgekommen sind nun erstmal drei Teile Süllrand pro Seite. Es ist ein Stück für Vorn, ein Stück für Hinten und ein etwas merkwürdiges Mittelstück, bei dessen Fertigung mir bis jetzt keine andere Herangehensweise eingefallen ist.

Das große Hauptproblem, auf welches ich gestoßen bin, ist jenes, welches sich um die Heckleiste, also die Leiste für das Hinterteil, dreht. Die Winkel zum Befestigen der Leisten scheinen alle recht prima zu “stimmen”. Obwohl völlig am Original vorbei gebaut, haben sie fast alle die ideale Höhe und sind bestens an den Spanten befestigt. Bis auf ein Winkelpärchen. Das blöde ist, daß ich nur nicht sicher bin, welches Pärchen. Es könnte das Pärchen vom Spant 5 oder Spant 6 sein…Und das sieht man…. Und ehe ich es umbaue, muß ich erst noch Tage sinnieren, denn so schnell schneide ich nichts ab, was man nicht wieder ranbauen kann.

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Das Mittelstück – mir fiel nichts anderes ein
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Die Spitze von Oben
Nochmal die Spitze
Und sehr schön die Spitze von der Seite
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Entlang des Süllrandes nach Vorn geschaut
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Nochmal das Mittelstück. Gut zu sehen: mein Sandwich (lecker)
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Das Heck – Ende des Süllrandes
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Hier sieht man nun das ganze Problem: beim Drittel vom Heck sind zwei Knicke
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Ganz krass: die Knicke gibt es nicht nur vertikal, sondern auch horizontal
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Entweder bei Spant 5 noch etwas nach Außen gehen, oder bei Spant 6 etwas nach innen und etwas tiefer die Schraube zum Aufhängen…

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