Erste Kleinklebeversuche

zwei Stündchen

Bevor es an das Kleben der Haut geht, habe ich mich mal an die ersten D-Ring Terminals gemacht. Planen Unterteil und Oberteil der Terminals müssen noch verklebt werden. Was also tun, wenn es gerade mal etwas trocken draußen ist und noch nicht ganz so kalt? Richtig. Olli nimmt seinen Krams und zieht auf den Balkon. Nach etlichem Lesen von etlichen Berichten habe ich mich also an die wohl ersten heiklen Klebeversuche gewagt von etwas, was sich gar nicht so einfach kleben läßt.

Na die Materialien habe ich – inkl. eine der wenigen Klebersorten, die PVC wirklich richtig gut kleben sollen. Eigentlich könnte es losgehen…

Kleine Werkstatt auf dem Balkon
Kleine Werkstatt auf dem Balkon

Am Sonnabend hatte ich die ganze Familie an die Hand genommen und wir machten einen kleinen Herbstspaziergang. Zufällig beim Baumarkt rausgekommen, nutzte ich die Chance noch eine Buddel mit Azeton zu greifen…

Und schon kam der Sonntag. Zwar ohne Sonne auf dem Balkon, aber wenigstens recht trockene Luft draußen. Da wagte ich also meine ersten 10 von 30 Kleinklebeversuchen zum Kleben von PVC-Plane. Geklebt wurden meine D-Ring-Terminals.

Die ganze Sache bin ich wie folgt angegangen (Ausgeschnitten und vorgefertigt hatte ich sie ja wie schon berichtet:

Ich habe mir etwas Azeton in ein kleines Schraubglas abgefüllt. Mit einer Messingbürste, wie man sie auch zum Zündkerzenreinigen nimmt, habe ich dann mit dem Azeton die zu verklebenden Flächen befeuchtet und so lange gebürstet, bis das PVC langsam krisselig auf der glänzenden Seite der Plane bzw. einfach nur schön rau wurde auf der eh schon stumpfen Seite der Plane.

Vorbereitete Terminals
Vorbereitete Terminals
Mit Azeton die Oberfläche anlösen und die Lackschicht runterschrubben
Mit Azeton die Oberfläche anlösen und die Lackschicht runterschrubben

Dann habe ich mit einem  schmalen Spachtel Kleber auf die Klebeflächen getan. Hierbei hatte ich experimentiert und mich letzten Endes dafür entschieden nur die unteren Flächen zu benetzen. Ein Pinsel wäre auch gegangen – ich hatte nur keinen passenden gefunden.

kleineklebeversuche-d-ring-terminals-5
Kleber dünn auftragen und dann antrocknen lassen

Dann kurz antrocknen lassen (was doch recht schnell geht) und dann mit dem Heißluftfön nochmal so heiß machen, daß der Kleber Blasen schlägt – ab hier sollte dann alles recht schnell gehen: Klebeflächen richtig gut andrücken – hier werde ich mir dann doch noch einen kleineren Roller holen – ich spekuliere auf einen Holzroller aus der (nicht lachen) Backzubehör-Abteilung bei Edeka für 3,99 EUR… Und wie schon oft gelesen und jetzt auch nochmal bestätigt: es gibt nur einen Versuch die Klebeflächen zu positionieren 🙂

Angetrockneten Kleber mit einem Fön heiß machen
Angetrockneten Kleber mit einem Fön heiß machen
...so heiß, bis der Kleber Blasen macht
…so heiß, bis der Kleber Blasen macht
Klebeteile positionieren
Klebeteile positionieren
und schön fest andrücken - also so richtig fest - und das von beiden Seiten
und schön fest andrücken – also so richtig fest – und das von beiden Seiten

Dann kann man nur noch warten – morgen früh sollte alles dann so richtig fest sein.

Hier die ersten 5 Versuche. Sauberer müßte ich nur noch arbeiten
Hier die ersten 5 Versuche. Sauberer müßte ich nur noch arbeiten

Was ich noch selber für mich beachten muß: ich muß noch sauberer Arbeiten, denn Kleber oder Azeton auf der PVC-Haut, wo es nicht hingehört, ist definitiv für immer. Die Haut sieht dort einfach Schiete dann aus und wegwischen geht zumindest bei Azeton gar nicht mehr. Kleber läßt sich, wenn noch nicht durchgehärtet, abrubbeln, aber unter Umständen ist die Stelle stumpf.

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Zeitliche Zwischenbilanz

119,5 Stunden habe ich mit notierten “echten” Arbeiten bis heute für das Boot verbracht. Also mit Bauarbeiten, Zeichnungen etc.

Aufgeschrieben habe ich nicht die Zeiten, in denen ich recherchiert, gelesen, geschaut und gesucht habe. Ich habe auch nicht die Besuche beim Baumarkt drin und die Zeiten für den Materialeinkauf im Internet – das sind bestimmt nochmal 200 Stunden.

Vieles hätte nicht sein müssen, einiges war schlichtweg umsonst in die Hand genommen worden.

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Bootsbasteleien im Warmen vor dem Fernseher

etwa 6-7 Stunden

Ja. Etwa 6 bis 7 Stunden hatte es gedauert, dann waren die Dinge fertig, mit denen man zusätzliches Gepäck auf dem Boot befestigen kann, eine Rettungsleine um das Boot anbringen kann oder auch sonstige Anknüpfungspunkte finden wird.

Mit 30 D-Ringen aus Nirosta, Planenmaterial von der Unterhaut, 2 Schablonen aus Pappe, Kugelschreiber, Lochzange und Schere hatte ich mich ganz speziell am letzten Wochenende ans Werk gemacht und 30 lustige D-Ring-Terminals gebastelt, wie sie dann später auf meinem Boot befestigt werden sollen.

20151010_115310(1) 20151010_220006 20151010_215944 20151010_220020Die Schere war bald schon stumpf, meine Finger hatte Blasen und schmerzende Druckstellen, aber der Erfolg ist nun zu sehen und die Terminals sind auch schon fast fertig. Ich werde nur noch die Teile zusammenkleben, so daß ich mich später nicht noch mit rumschlagen muß. Dann bekomme ich schonmal ein Gefühl für den Kleber, mit welchem ich dann auch die eigentliche Haut kleben werde. Bin gespannt

…wenn es nicht schon so kalt wäre, dann hätte ich gerne schon angefangen mit dem Kleben der Haut… …so aber, kann ich nur die Vorarbeiten machen… …wird also nicht wirklich was aus einer Fahrt noch in diesem Jahr.

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Al Capitan… oder sagen wir mal MacOSX 10.11

So. Es ist wie immer, wenn es ein neues System gibt: es ist Schiete – und diesmal wieder ein wenig mehr….

Die ersten drei Versuche 10.11 mit einem simplen Update zu installieren scheiterten apple-like. Dreimal habe ich die Installations-Dateien runtergeladen (18GB) – leider vergeblich…

janeeisklar_01
Ja, Nee, Is klar. Und nun? EIn Neustart, sagt dann… Ist kaputt….
janeeisklar_02
Hmmmm. Was mache ich mit all den Protokollen? Ausdrucken und mit der gelben Post an Apple schicken…
janeeisklar_03
Nicht schlecht. Da macht man Tag für Tag ein Backup und dann?

Der vierte Versuch glückte, denn ich habe meine Festplatte letztendlich radikal gelöscht, neu partitioniert und den Scheiß installiert. Dann habe ich all meine Daten aus dem TimeMachineBackup hergestellt (ging dann doch)…

So hatte ich es erwarten sollen, so kam es – ich wieder blauäugig vorweggerannt – na bei 10.12 werde ich wohl auch nicht wesentlich schlauer reagieren…

Was nicht geht: als Admin das Festplattendienstprogramm zu starten. Na gut. Das habe ich benötigt, um Rechte zu reparieren. Dieses Feature ist abgeschafft (laut Apple wird die Funktion nun jede Nacht automatisch durchgeführt, außerdem jedes Mal, wenn ein Programm installiert wird)! Na nicht ganz. Es gibt ja noch das Terminal…

diskutil verfiyPermissions /dev/disk1
diskutil repairPermissions /dev/disk1

Egal wie. Will ich es starten – das geht bei mir jetzt nur noch als root… Ach ja. Es geht so:

Der geraubte Root-Account ist wieder da, Dank dem Terminal und einem Neustart:

sudo nvram boot-args="rootless=0"; osascript -e 'tell app "loginwindow" to «event aevtrrst»'

…es ginge auch das hier: https://github.com/LinusHenze/Unrootless-KEXT (zu sehen hier: https://www.youtube.com/watch?v=dq0-0WVGyq4) – hab ich aber nicht gemacht… Es ginge aber auch mit einem Systemneustart und direkt nach dem Ton die Command+R-Taste gedrückt halten bis das Apple-Logo erscheint. Von dort aus ein Terminal-Fenster öffnen und folgendes eingeben:

csrutil disable

Na schauen wir mal, was noch kommt an Überrschungen. EIn Beitrag, was noch läuft und was noch nicht, ist hier zu finden: http://www.golem.de/news/os-x-el-capitan-im-test-kleine-schrittchen-aber-ein-grosser-sprung-nach-vorn-1509-116562-5.html

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