Apple Mail wieder auf die Beine geholfen

Ich kann mich daran erinnern mein Apple Mail mal rasant beschleunigt zu haben. Damals half das ganz gut. Auf Arbyte habe ich jeden Morgen das Phänomen, daß ich gute 15 Minuten warten muß nach dem Rechnerstart, bis Mail dann endlich soweit ist. Also habe ich nochmal geschaut wie das mal war und schwups: es geht noch immer.

Apples Mail baut seinen Index immernoch als sqlite-Datenbank. In diesem Index sind Infos gespeichert wie in einem Bestandsverzeichnis einer Bibliothek. Das ganze Ändern und Löschen bewirkt, daß die Datenbank auch fragmentiert.

Ist Appple Mail beendet worden, so kann man nun im Terminal diesen Befehl eingeben, um die Datenbank wieder fit zu machen:

Ab Capitan:

sqlite3 ~/Library/Mail/V3/MailData/Envelope\ Index vacuum

Von Lion bis Mavericks:

sqlite3 ~/Library/Mail/V2/MailData/Envelope\ Index vacuum

Und darunter:

sqlite3 ~/Library/Mail/Envelope\ Index vacuum
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Die mysteriöses Wehr oder Schleuse am Westlichen Bug bei Terespol / Brest Litovsk

Gedanklich ist ja meine Auszeit schon im Kopf fest eingebettet und sie bewegt sich wie ein kleiner Fötus. Mal ein Strampeln hier, mal eine kleine Bewegung dort und manchmal Ewigkeiten lang nichts.

Wie schon öfter angedeutet: ich hatte ja ursprünglich vor, den Bug zu befahren. Genauer gesagt den Westlichen Bug. Alternativen gab es auch noch zwei dazu. Alle drei Pläne hatten wie bei einer Ampel die Farben rot bis grün von mir verpaßt bekommen. Der Bug war ursprünglich grün auf meiner Ampel und ist nach dem ganzen kriegerischem Krim-Chaos gelb geworden.

ABER der Bug war immer mal mein Traum und er geht nicht so einfach weg aus meinem Kopf. Die besonderen Reize des Flusses sind zum einen der Fluß als Grenzfluß mit drei angrenzenden Ländern, der Fluß als Mittel- und Angelpunkt vieler geschichtlicher Ereignisse und auch die Stadt Brest, die den Fluß einfach so in der Mitte seines Grenzverlaufes einfach mal für alle zerhackt, die diesen Bereich mit einem Boot befahren wollen.

Das ist sie: die Festung Brest
Das ist sie: die Festung Brest (Hier entnommen http://wikimapia.org/#lang=de&lat=52.082987&lon=23.634253&z=14&m=b&permpoly=858)

Die Stadt Brest selber – manch einer hat sie vielleicht, so, wie ich, noch aus dem Geschichtsunterricht in Erinnerung – ist für mich verdammt interessant mit seiner Festung und den dazugehörigen Festungsanlagen. Die Stadt Brest selber liegt auf der weißrussichen Seite des Bug und angrenzend drückt dort die Festung in den Fluß. An dieser Festung vorgelagert gibt es noch sowas wie einen “Vorbau”, welcher aber auf der anderen Seite des Bug liegt und von einem weiteren Graben umgeben ist.

Dieser “Vorbau” gehört zu Weißrussland. An dieser Stelle ist der Bug nicht befahrbar. Es ist schlichtweg verboten. Hier der Erlaß im Netz: http://edziennik.lublin.uw.gov.pl/WDU_L/2010/89/1630/Akt.pdf (Und nochmal versucht zu übersetzen). UND auch der Bereich weit vor und hinter diesem Bereich, noch im Zweiländer-Grenzgebiet liegend, ist strengstens gesperrt. Der Grund? Ich habe keine wirkliche Ahnung, warum das so knallhart durchgezogen wird – es wäre bestimmt nicht schlimm, täte man den Bootsfahrern des Buges eine Transitzone lassen…. Hmmmm. Na ich tippe mal auf Befindlichkeiten, auf reine politische, auf Stolz, auf was weiß ich nicht alles. Somit muß ich als Paddler noch weit vor Brest den Bug verlassen und irgendwie sehen, wie ich die 5 km über Land zurücklegen kann. Die Punkte sind klar definiert ab wo Schluß ist und ab wo es dann wieder weitergehen darf. Die Punkte sind Grenzsteine. Diese sind, wie an allen Grenzen üblich, nummeriert und von der Farbgebung (polnisch weiss/rot) von der Gewässerseite (hoffentlich) gut zu sehen. Also alles zwischen den Grenzsteinen 1259 und 1269 ist tabu.

Grenzsteine entlang des Bug im Bereich Brest
Grenzsteine entlang des Bug im Bereich Brest

Anmerkung: ….falls jemand auf die Idee kommt, den Graben um diesen “Vorbau” zu paddeln: nur zu! Es ginge (die Grabenmitte ist auch die Grenzlinie), nur reicht das Wasser wohl nicht wirklich – die Grenzer begründen das zumindest, wenn sie Dich vor Terespol / Brest fuchtelnd und am linken Ufer an Land winken. Theoretisch sollte es wohl möglich sein – ich habe bis heute noch nirgends einen Bericht gesehen… ….ach ja: das Anlanden dann ist verboten (deswegen muß man ja auch vorher schon raus…

Mein Interesse der letzten Tage galt mal dem frühstmöglichen Wiedereinstiegspunkt auf meiner Route hinter der Stadt Brest gesehen. Hier, am Grenzstein 1269, gibt es die Reste eines recht interessanten Bauwerkes. Leider nur noch Reste.

Die Reste des Bauwerkes stammen von einem ganz interessanten Wehr, welches einen  Bestandteil der Verteidigungsanlage der Festung Brest darstellte.

Das Wehr muß ein verdammt großes, imposantes Bauwerk gewesen sein, denn der Fluß ist breit an dieser Stelle und hat ordentlich Strömung und ich nehme mal an, daß es noch eine Schwelle im Wasser geben muß – ich nehme es mal an, denn auf einigen neueren Karten ist da noch was angedeutet.

Ein Bild dazu ist hier zu finden: https://audiovis.nac.gov.pl/obraz/92316:1/

Es gibt so gut wie keine Beiträge dazu im Netz der Netze… Leider. Ich konnte nur diesen hier noch finden: http://prochowniaterespol1.blogspot.de/2013/02/sluza-na-bugu-k-terespola.html (mit Google Translate ist leider – wie immer mit Google Translate – nur mit viel Fantasie etwas zu diesem Bauwerk an Infos zu erhaschen)

Links oben das besagte Wehr, unten die Lage eines ehemaligen Dammes mit Brücke - heute die Brücke des Grenzüberganges...
Links oben das besagte Wehr, unten die Lage eines ehemaligen Dammes mit Brücke – heute die Brücke des Grenzüberganges… (Google Maps entnommen)
Anfänglich war der Fluß noch ganz wo anders und grub sich erst später sein heutiges Bett
Anfänglich war der Fluß noch ganz wo anders und grub sich erst später sein heutiges Bett
Entweder man hat sich vertan beim Zeichnen der Karte - hier ist eine Schleuse eingezeichnet, wie ich sie nirgends sonst finden kann
Entweder man hat sich vertan beim Zeichnen der Karte von 1919 (KdwR_N33_Brest_Litowsk.jpg) – hier ist eine Schleuse eingezeichnet, wie ich sie nirgends sonst finden kann
Auf einer recht aktuellen topografischen Karte taucht tatsächlich wieder etwas von Wehr auf, was es so aber nicht mehr gibt - vermutlich die Schwelle oder eine Steinschüttung? (Quelle http://mapy.geoportal.gov.pl/imap/)
Auf einer recht aktuellen topografischen Karte taucht tatsächlich wieder etwas von Wehr auf, was es so aber nicht mehr gibt – vermutlich die Schwelle oder eine Steinschüttung? (Quelle http://mapy.geoportal.gov.pl/imap/)

Ach ja, der Bug. Ein Traum und noch soooo weit weg.

Übrigens hat ein polnischer Paddler eine schöne Tour 2010 auf dem Bug hinter sich – auch mit Grenzhubschrauber- und wohl auch mit Wärmebildkamera-Begleitung. Hier seine Bilder (https://picasaweb.google.com/103999092747781347181/Bug2010) und dann sein Bericht http://czekuch.bloog.pl/id,6229680,title,Bug-rzeka-graniczna,index.html (und hier wieder über Google Translate – grausam – ich weiß es)… Na ja und sein Boot umtragen mußte er übrigens auch (das betrifft jeden, nicht nur die Nicht-Polen)…

 

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Erweiterte Druckereinstellungen MacOSX

Aus der Reihe: “Wie war das nochmal?”… Heute: das Einstellen der erweiterten Druckereinstellungen unter MacOSX in drei Schritten (nützlich, wenn man z.B. noch einen Helios-Drucker neu hinzufügen möchte zu seinen Druckern)…

Linke obere Ecke -> Apfel -> Systemeinstelungen -> Drucken und Scannen -> rechts unten im kleinen Fensterchen auf +
Linke obere Ecke -> Apfel -> Systemeinstelungen -> Drucken und Scannen -> rechts unten im kleinen Fensterchen auf +
erweiterte_druckeinstellungen 2
Ein Klick der rechten Maustaste auf die Symbolleiste zaubert ein “Symbolleiste anpassen hervor”. Hier zieht man nun das “Erweitert” auf seine derzeitige Symbolleiste rauf.
erweiterte_druckeinstellungen 3
Und nun gibt es je nach vielleicht noch zusätzlich installierten Protokollen oder Anwendungen etwas mehr Auswahl wie bisher gewohnt. Das war es auch schon.
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Garmin GPSMAP62stc

Garmin GPSMAP 62stc
Garmin GPSMAP 62stc

Auweia. Da hatte ich gepennt. Aber so richtig. Trotz eines Backups hatte ich wohl voll den Bock vom Gärtner geschossen. Nun war er grad tot. Oder eher dement. Oder eigentlich beide: Bock und Gärtner waren dement:

Also ich hatte tatsächlich meinen Garmin GPSMAP62stc fast geschafft zu töten. Wer es gerne nachmachen möchte: Garmin ranstecken, träumen und dann statt der GARMIN CARD das Laufwerk GARMIN formatieren. Das reicht aus. Zumindestens am Mac. Da hilft auch kein Zurückspielen der gesicherten Dateien (wenn man daran vorher noch gedacht hat).

Wenn man dann den Support von Garmin anruft, bekommt man verständlicher Weise nur einen blöden Kommentar (nehme ich dem Herren ja nicht übel). Man bekommt aber auch, da das Gerät ja nun hoffnungslos veraltet ist, ein neues Gerät angeboten für um die 200 EUR Aufpreis. Andere Hinweise, die Garmin auf ihren Seiten hat und nicht halfen, werden nochmals abgecheckt – aber wie ich ihm sagte: die halfen nicht – ich hätte da eher einen konstruktiven Rat gebraucht.

Die 200 EUR waren mir aber ehrlich gesagt dann zu viel des Guten. Ich wollte eigentlich nur eine einfache Reparatur. Eine halbe Stunde Arbeitszeit für jemanden, der sich damit auskennt 50 EUR und schick, so dachte ich. Also habe ich mich nochmal so richtig ins Zeug gelegt und im Netz gesucht und geflucht und gesucht.

Okay. Google hat mir nicht wirklich geholfen. Aber dieser eine Beitrag, der scheinbar der einzige zu diesem Thema ist, der hat es nun geschafft in meine Top10 zu kommen – hier nun der Link:

Return to the “neu formatiertes Gerät”: http://www.gps-forum.net/interner-speicher-formatiert-was-nun-t6209.html

Ich bin erstmal glücklich. Das Gerät geht nun auch ohne den nicht hilfreichen Support von Garmin. Die fest installierte Karte ist zwar nicht mehr nutzbar – die habe ich aber eh nicht genutzt, da sie für mich völlig unnütz war… 200 EUR gespart. Mal schauen, ob es in ein paar Jahren Alternativen gibt für meinen Garmin. Für etwas mehr und besseren Support wäre ich bereit zu zahlen. Bis zu meiner Tour 2019 muß mein Garmin aber noch durchhalten.

Während der Suche nach Abhilfe habe ich noch diese zwei netten Links gefunden – für mich nicht gerade nützlich für genau mein Problem, aber man kann ja nicht wissen:

Prima Linksammlung um das 62s: http://www.naviboard.de/vb/showthread.php?t=44414

Was man noch so tun kann, wenn das Gerät nicht geht: http://garmingpsmap.wikispaces.com/Miscellaneous

Firmware: http://www.gawisp.com/perry/

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240 kleine Löcher

mal schnell 1 1/2 Stunden auf dem Wohnzimmerboden

Mit schmerzendem Handballen tippe ich mal schnell noch einen kleinen Status in Sachen Bootsbau.

Die Unterhaut habe ich mir heute nochmal vorgenommen. Mittig auf der später innenliegenden 6m langen und 1,2m breiten Haut im Rohteil habe ich Markierungen mit einem Edding angebracht, um ggf. später beim Hautkleben die Mitte genau zu erwischen. Am Rand habe ich dann noch zu beiden Seiten einen 3cm breiten Streifen markiert. Mittig zum Rand hin von diesen beiden Streifen habe ich nun alle 5 cm ein etwa 3mm großes Loch gestanzt. 240 Löcher insgesamt. Aua.

Durch diese Löcher wird später (so der Plan) die Haut mittels einer kräftigen Schnur gespannt – gerade so, wie beim Stiefelschnüren. Mal schauen. Auf Ösen habe ich mal verzichtet. Die Plane für die untere Haut macht einen recht reißfesten Eindruck auf mich. Zur Not kann ich ja auch noch drauf zurückgreifen. Ich habe von denen und jenen was gelesen. Es ist ein für und wider bei den Bootebauenden… Mal sehen. Es gab schließelich schon andere kleine Rückschläge 😉

Achso. Bilder? Hier kommen sie…

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