Leiterspiele – weiter gehts

Fast 6 Stunden

Nach diversen Aufräumarbeiten im Keller hat mich heute nochmal das Fieber gepackt, endlich das fertig zu stellen, was ich begonnen hatte: die Bodenleiter. Heute also habe ich es geschafft – reichlich Zeit habe ich dafür meiner Familie wegnehmen müssen.

Die Bodenbrettchen, Tage zuvor gefertigt, sind heute angebaut worden. Bis auf die Tatsache, daß die Schiebehülsen von der Länge her im Innenrohr im Weg waren und ich sie kürzen mußte und bis auf die Tatsache, daß ich die Positionshaltebrettchen von Spant Nummer 3 nochmal abbauen mußte und etwas mehr gerade rücken mußte, hat alles recht prima geklappt. Wären die Nebenbeiarbeiten nicht gewesen, hätte ich es gut und gerne auch in 4 Stunden geschafft.

Ein paar Bilder zur Bodenleiter folgen noch nach.

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Leiterspiele – Bodenleiter extended

232 Stunden

Da das mit der Karriereleiter eh nicht mehr klappt, habe ich mich an die Bodenleiter gewagt. Zwei Stunden Spaß im Keller – es waren die ersten in diesem Jahr am Boot.

Habe nochmal beim Spiegelversand ein paar Holzplatten bestellt, damit das Boot einen besseren, stabilen Boden bekommt. Zwischen die schon bestehenden Brettchen, die die Spanten auf Abstand halten, habe ich nun weitere eingebaut – also fast. Ich habe sie erstmal zugesägt und passend gemacht. Sieht auch ganz gut aus – nicht so, wie anfangs alles gedacht, aber im Großen und Ganzen bin ich mit den zwei Stunden ganz zufrieden. Mal schauen, ob ich zeitnah nochmals in den Keller hinabsteige, denn einer muß sie ja noch festnieten – das bin wohl wieder ich.

Die Brettchen selber sind an den Stellen, an denen die Federschnapper wirken und an denen in den Rohren die festen Hülsen festgenietet sind, ausgesägt worden. Somit käme man im Ernstfall besser an die Nieten zum Ausbohren. Natürlich ist somit auch die Schiebehülse zugänglich beim Auf- und Abbau…

Die rauhe Seite der Brettchen kam wie bei den ersten nach oben, damit man nicht ausrutscht. Ist auch angenehmer beim Treten – wenn man nicht gerade sowieso Neoprenschuhe anhat.

 

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240 kleine Löcher

mal schnell 1 1/2 Stunden auf dem Wohnzimmerboden

Mit schmerzendem Handballen tippe ich mal schnell noch einen kleinen Status in Sachen Bootsbau.

Die Unterhaut habe ich mir heute nochmal vorgenommen. Mittig auf der später innenliegenden 6m langen und 1,2m breiten Haut im Rohteil habe ich Markierungen mit einem Edding angebracht, um ggf. später beim Hautkleben die Mitte genau zu erwischen. Am Rand habe ich dann noch zu beiden Seiten einen 3cm breiten Streifen markiert. Mittig zum Rand hin von diesen beiden Streifen habe ich nun alle 5 cm ein etwa 3mm großes Loch gestanzt. 240 Löcher insgesamt. Aua.

Durch diese Löcher wird später (so der Plan) die Haut mittels einer kräftigen Schnur gespannt – gerade so, wie beim Stiefelschnüren. Mal schauen. Auf Ösen habe ich mal verzichtet. Die Plane für die untere Haut macht einen recht reißfesten Eindruck auf mich. Zur Not kann ich ja auch noch drauf zurückgreifen. Ich habe von denen und jenen was gelesen. Es ist ein für und wider bei den Bootebauenden… Mal sehen. Es gab schließelich schon andere kleine Rückschläge 😉

Achso. Bilder? Hier kommen sie…

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Erste Kleinklebeversuche

zwei Stündchen

Bevor es an das Kleben der Haut geht, habe ich mich mal an die ersten D-Ring Terminals gemacht. Planen Unterteil und Oberteil der Terminals müssen noch verklebt werden. Was also tun, wenn es gerade mal etwas trocken draußen ist und noch nicht ganz so kalt? Richtig. Olli nimmt seinen Krams und zieht auf den Balkon. Nach etlichem Lesen von etlichen Berichten habe ich mich also an die wohl ersten heiklen Klebeversuche gewagt von etwas, was sich gar nicht so einfach kleben läßt.

Na die Materialien habe ich – inkl. eine der wenigen Klebersorten, die PVC wirklich richtig gut kleben sollen. Eigentlich könnte es losgehen…

Kleine Werkstatt auf dem Balkon
Kleine Werkstatt auf dem Balkon

Am Sonnabend hatte ich die ganze Familie an die Hand genommen und wir machten einen kleinen Herbstspaziergang. Zufällig beim Baumarkt rausgekommen, nutzte ich die Chance noch eine Buddel mit Azeton zu greifen…

Und schon kam der Sonntag. Zwar ohne Sonne auf dem Balkon, aber wenigstens recht trockene Luft draußen. Da wagte ich also meine ersten 10 von 30 Kleinklebeversuchen zum Kleben von PVC-Plane. Geklebt wurden meine D-Ring-Terminals.

Die ganze Sache bin ich wie folgt angegangen (Ausgeschnitten und vorgefertigt hatte ich sie ja wie schon berichtet:

Ich habe mir etwas Azeton in ein kleines Schraubglas abgefüllt. Mit einer Messingbürste, wie man sie auch zum Zündkerzenreinigen nimmt, habe ich dann mit dem Azeton die zu verklebenden Flächen befeuchtet und so lange gebürstet, bis das PVC langsam krisselig auf der glänzenden Seite der Plane bzw. einfach nur schön rau wurde auf der eh schon stumpfen Seite der Plane.

Vorbereitete Terminals
Vorbereitete Terminals
Mit Azeton die Oberfläche anlösen und die Lackschicht runterschrubben
Mit Azeton die Oberfläche anlösen und die Lackschicht runterschrubben

Dann habe ich mit einem  schmalen Spachtel Kleber auf die Klebeflächen getan. Hierbei hatte ich experimentiert und mich letzten Endes dafür entschieden nur die unteren Flächen zu benetzen. Ein Pinsel wäre auch gegangen – ich hatte nur keinen passenden gefunden.

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Kleber dünn auftragen und dann antrocknen lassen

Dann kurz antrocknen lassen (was doch recht schnell geht) und dann mit dem Heißluftfön nochmal so heiß machen, daß der Kleber Blasen schlägt – ab hier sollte dann alles recht schnell gehen: Klebeflächen richtig gut andrücken – hier werde ich mir dann doch noch einen kleineren Roller holen – ich spekuliere auf einen Holzroller aus der (nicht lachen) Backzubehör-Abteilung bei Edeka für 3,99 EUR… Und wie schon oft gelesen und jetzt auch nochmal bestätigt: es gibt nur einen Versuch die Klebeflächen zu positionieren 🙂

Angetrockneten Kleber mit einem Fön heiß machen
Angetrockneten Kleber mit einem Fön heiß machen
...so heiß, bis der Kleber Blasen macht
…so heiß, bis der Kleber Blasen macht
Klebeteile positionieren
Klebeteile positionieren
und schön fest andrücken - also so richtig fest - und das von beiden Seiten
und schön fest andrücken – also so richtig fest – und das von beiden Seiten

Dann kann man nur noch warten – morgen früh sollte alles dann so richtig fest sein.

Hier die ersten 5 Versuche. Sauberer müßte ich nur noch arbeiten
Hier die ersten 5 Versuche. Sauberer müßte ich nur noch arbeiten

Was ich noch selber für mich beachten muß: ich muß noch sauberer Arbeiten, denn Kleber oder Azeton auf der PVC-Haut, wo es nicht hingehört, ist definitiv für immer. Die Haut sieht dort einfach Schiete dann aus und wegwischen geht zumindest bei Azeton gar nicht mehr. Kleber läßt sich, wenn noch nicht durchgehärtet, abrubbeln, aber unter Umständen ist die Stelle stumpf.

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Zeitliche Zwischenbilanz

119,5 Stunden habe ich mit notierten “echten” Arbeiten bis heute für das Boot verbracht. Also mit Bauarbeiten, Zeichnungen etc.

Aufgeschrieben habe ich nicht die Zeiten, in denen ich recherchiert, gelesen, geschaut und gesucht habe. Ich habe auch nicht die Besuche beim Baumarkt drin und die Zeiten für den Materialeinkauf im Internet – das sind bestimmt nochmal 200 Stunden.

Vieles hätte nicht sein müssen, einiges war schlichtweg umsonst in die Hand genommen worden.

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