Die Bootshaut – 2. Versuch

Nachdem ich beim letzten Versuch eine Bootshaut selbst zu kleben und für mein Gerippe anzufertigen aufgegeben habe, habe ich nun einen zweiten, diesmal dokumentierten Versuch gestartet.

Diesmal habe ich anders angefangen. Ganz anders. Auch anders als geplant.
Geplant war das Boot aufzubauen und anschließend mit Stretchfolie zu umhüllen und auf das Gebilde, wie anderen Orts im Internet schon beschrieben mit Tapete, Papier oder was auch immer zu bekleben, es trocknen zu lassen und das Gebilde in sinnvolle Stücke zu zerschneiden.

In Anbetracht der Lage, daß die Tage immer kürzer werden und es gerade so kurz vor Oktober doch mal schütten kann, habe ich das ganze mal abgekürzt, um überhaupt mal in die Puschen zu kommen.

Ich habe das Bootsgerippe fertig aufgebaut, habe die Alurohre schön an die Spanten fiexiert. Das Ganze lag auf drei, neu in meine Ausstattung gelangten Klapptischen im Garten bei lauem Wind.

Ursprünglich die Formen auf Paketpapier abzunehmen scheiterte am Paketpapier, was es nirgends als große Rolle zu kaufen gab, weshalb ich dann auf weiße Papiertischdecke zurückgreifen mußte. Dazu kam dann noch eine Rolle Malerkrepp…

Der erste Versuch scheiterte alleine wegen der Unsymetrie durch den fehlenden Kiel meines Bootes. Also war klar, daß man mindestens drei Teile braucht für die Haut. Gut, daß ich dann aber auch merkte, daß selbst das nicht wirklich reicht, denn das nicht nachgebende Papier war ehrlich zu mir. und riet mir nun zu… ….dem Bodenteil und tatsächlich zwischen jedem Rohr ein Teil Haut, womit ich dann Links und auch Rechts je drei Bahnen haben werde.

Ich hoffe, daß es reichte nur eine Seite Maß abzunehmen. Die andere Seite sollte ja dann spiegelverkehrt das Gegenteil darstellen. Somit habe ich nun insgesamt vier Schablonen vorliegen.

Ich werde die Teile auf Stoß aneinanderlegen, dann von jeder Seite (von Innen als auch von Außen) mit einem Streifen Plane überlappen. Das könnte ganz gut klappen laut meiner Vorstellung. Vorteil wäre dann wirklich, daß die beanspruchten Kanten dann von innen genauso wie von Außen gut geschützt sind.

Der Kiel als auch der Bugsteven sollten ja eigentlich einen Fahrradmantel als besonders strapazierte Stelle zur Verstärkung bekommen – bei meinem ersten Versuch habe ich jedoch gemerkt, daß die Idee gut war, aber die Ausführung recht schwierig ist… …das muß ich mir noch überlegen.

Mir ist leider noch immer nicht klar, wie ich die Deckshaut an die Unterhaut befestige. Immernoch bin ich auch unschlüssig, welches Material ich nehmen will.

Die erste Plane für das Deck war einfach nur mal Schiete.

Hurra. Segel geht. Aber…

Hey Leute. Ich war Ansegeln. Zwar nur eine kleine Mini-Tour, aber immerhin. Das Segel hielt, der Mast ist noch drauf. Dafür war es aber auch relativ ruhig in Sachen Wind. Vielleicht wars so um 1-2Bft, wenns nicht gerade windstill war.

Für das erste Mal war es aber ein großer Erfolg, auch wenn ich nicht so richtig aus dem Tee gekommen bin mit dem langen Boot. Das Steuerruder war gemäß vieler Ideen hier im Netz dann doch zu sehr improvisiert – wie manche mit diesem Aufbau lenken können ist mir unbegreiflich (ein Beispiel der Art ist hier zu finden). Das Rudern war zumindest zur einen Seiten stark eingeschränkt und auch sonst nicht genügend wirksam. Ein „echtes“ Ruder steht ja schon da – es ist mir aber noch unbegreiflich, wie ich es „hübsch“ anbauen kann.

Das Boot ist doch recht träge (hätte ich so nicht gedacht). Ob es von allein anluvt, hatte ich garnicht mehr so ausprobieren können, obwohl ich das unbedingt noch austesten wollte. Das bissel Wind, was denn mal kam, drehte auch noch rein. Das muß nächstes Mal aber unbedingt probiert werden.

Das Y-Gestell auf dem Boot sollte auf jeden Fall anders gesichert werden. Für mehr Wind ist das nicht wirklich ausreichend. Die Wanten sind auch nicht so ganz das Wahre. Da ist das gute alte Nirosta-Seil besser. Etwas Bastelei steht also noch an. Beim Nirosta-Seil müßten dann auch noch Wantenspanner irgendwo herkommen. Puh. Und der Mast selber, welcher ja steckbar ist, benötigt auch noch eine Sicherung gegen absaufen (ob man ihn ausschäumen kann?)

Aber immerhin! Ich bin zumindest glücklich, daß es vom Prinzip klappt mit der Segelei.

Bilder gibt es leider keine. Hat mich keiner fotografiert. Hmmmm. 🙁

Stabilisatoren oder Ausleger fürs Kanu

Wau. Die Amis habens manchmal drauf. Bei meiner Suche nach Auslegern für mein Segelkanu habe ich doch echt mal was nettes entdeckt: PE-Ausleger

http://www.sailboatstogo.com/catalog/PARTS/1022
http://www.youtube.com/watch?v=4Y2jvHAoRQw

Bisher fand ich schon aufblasbare Stabilisatoren oder welche aus Schaum oder Holz. Selbst Kajak-Rohlinge aus PE, die in der Fertigung bei Prijon entstanden sind (vllt. zweite Wahl oder so?). Mal Google fragen, denn die Teile sind bis auf den Preis recht nett. Ich wünschte mir zwar eine Zweipunkt-Aufhängung, aber vielleicht ließe sich ja noch was machen.

Eine Zeltidee (Einmasttipi)

Mein Lieferant für den Stoff der Persenning hat den Verkaufspreis so radikal gesenkt, daß ich überlegt habe mir ein kleines Tipi zu bauen mit einem einzelnen Mast in der Mitte. Ich hatte ja schon des öfteren mit Einmasttipis bzw. mit Wandertipis geliebäugelt und auch schon mal mit einem Zeltschneider aus Sachsen telefoniert, der ganz nette Zelte schneidert.

Somit habe ich mal hingesetzt und etwas gegrübelt und habe mal so festgestellt, daß mein Zelt aus drei Bestandteilen bestehen könnte: dem siebeneckigen Boden, dem Außenzelt bestehend aus acht Elementen und so einer Art Lining, welches man innen einknöpfen kann… Die Stoffbahn ist 1,50m breit und aus wasserundurchlässigem Cordua… Die Idee will ich mal festhalten… Auch wenn der Stoff grad so verdammt günstig ist, so kostet er doch Kohle und ich habe meine eigentliche Zeltpersenning fürs Boot auch noch nichtmal angefangen.

tent

Alles klar zum Segelsetzen…

Heute wurde die erworbene Segeleinrichtung zurechtgebaut und mal Trockensegeln geübt. Berlin versank den Tag lang im Regen laut Radiogedudel, aber im Garten war es dafür unerwartet schön. Selbst auf der Terrasse waren 30°C und einen gelegentlichen Windschub gab es auch mal – bestes Wetter also.

Nach dem Rasenmähen oder besser nach dem Wiesemähen legte ich mich mal so richtig ins Zeug und begann zu basteln an meiner Segeleinrichtung für mein Kanu…

Bis auf das Steuer hab ich das ganz gut hinbekommen 🙂