Berlin das Stadtschloß – Bernau das Mühlentor

Nachdem die Stadtbauern nicht mehr so richtig gescheit ihre vollen Heuwagen durchs Tor bekamen, machten sie sich vernünftiger Weise den Abbruch des nicht mehr wirklich benötigten Stadttores zur Aufgabe. Was man nicht mehr benötigt, kann weg. Also Klamotten (mit Löchern) – weg. Alter Schrank (zu klein) – weg. Drei Fahrräder (für 2 Personen) – weg. Tapete (vergilbt) – weg. Schutztore (zu schmal und ohne passende Feinde) – weg.

Soweit also vernünftig, weil sonst müßte man ja was pflegen, warten, reparieren und auch Mittel vorhalten für was, was man garnicht benötigt. Soweit hatten die Bürger nachgedacht und das einzig Wahre getroffen. Damals. Nun aber wird das Stadttor wieder aufgebaut und steht schon bis auf die Umpflasterung. Bin ja gespannt, wer es pflegt, wer die Schmierereien der Kids wegmacht, wer den Strom bezahlt, wer die Schilder aufstellt (ist ja eh alles verschildat in Bernau). Bin da echt gespannt. Habe schon gehört, daß wenn man durch ein Tor in eine Stadt reinfährt, es sich besser reinfährt wie raus. Würde mich nicht wundern, wenn man die Einbahnstraße deswegen noch umdrehen würde und mit ihr die Ampelverschaltung an der Europa-Kreuzung. Weiß immer noch nicht – flossen dafür nun öffentliche Gelder oder nicht? Spenden sind ja das Eine. Nur wer dafür öffentliche Gelder bewilligt hätte, müßte an den Pranger bevor er in der Waschspüle gesenkt würde.

Stimmt ja. Deswegen hatte man sich ja beeilt die Waschspüle zuzuschütten um ein besonders gut ausgelastetes Parkhaus aufzustellen für die nächsten Jahre bevor wir die Spüle wieder rausgraben und die Panke durch die Stadt fließen lassen.