Ich mach mal etwas Schwedisch…

Mit so einer Idee hatte es vor einiger Zeit angefangen…

Warum? Ich kann es nicht sagen – hängt wohl mit den letzten Malen in Schweden zusammen. Ich mag das Land, mag die Menschen, habe immer wieder so ein glückliches, leichtes Gefühl, ein Gefühl viel unbeschwerter wie hier zu Hause.

Jag lära mig svenska. Och du?

Die Lern-App meiner Jungs hat auch noch dazu beigetragen, dann kam das erstes Schulbuch in Schwedisch, dann ein Wörterbuch usw.

Unabhängig davon fährt mein großer Junge 2020 eine Woche zum Schüleraustausch nach Malmö und wir bekommen dann einen Gegenbesucher aus Schweden. UND… unser Urlaub in Schweden ist auch schon gebucht.

Da der Kurs in der VHS schon begonnen hatte und ich nun auch nicht mehr der schnellste bin im Aufnehmen von so viel Input, geschweige dann noch zum Nachholen der ersten verpaßten Stunden, habe ich mich entschlossen es ersteinmal selbst zu versuchen und etwas zu tun.

Und nach so einigen paar Wochen scheints doch etwas zu klappen.

Hauptproblem ist die Aussprache. Das ist dann doch tricky – zumal diese von App zu App doch nicht immer identisch ist.
Als Alleinlernender sehe ich mich der Gefahr ausgesetzt, daß man sich Fehler in der Aussprache aneignet, die man in der gemeinschaftlichen Lernrunde vielleicht nicht so gelernt hätte.

Die Krankenschwester oder Krankepflegendwollende (sjuksköterska [ˇʃʉːkʃøːtəʂka]) und aktuell auch die Seekrankheit (sjösjuk [ˇʃøːʃʉːk]) sind nur ganz kleine Beispiele an denen ich verzweifel. Schreiben geht schon. Aber es gibt noch mehr.
Meine Aussprache ist ätzend im Moment. Das ist ein ganz fettes Problem bei mir.

Ich habe mir „Välkomna! neu!“ mit zwei CDs gekauft (ISBN 3125279526), dann noch in „Phase 6“ einen Account für mich (und mal nicht für die Jungs) erstellt.
Das Buch ist hier in meiner Ecke recht verbreitet und soll für VHS und Erwachsenenbildung angewendet werden.

Mit „Phase 6“ kann man dann die Vokabeln lernen. Dazu braucht man die App, einen Account und muß die Vokabeln dazukaufen (glaub für 10 EUR). Danach kann man recht gut loslegen mit dem Lernen. Wer mehrere Gerät syncen will mit den Lernständen, der muß ein Abo abschließen. Das kostet unter 3 EUR im Monat…

Es gibt dann für Später auch Lernkrimis (ISBN 3817421567 und 381741935X . Hier kann man, wenn man die Krimis erworben hat und ohnenoch was drauf zu zahlen die Vokabeln aus dem Buch in die App von „Phase 6“ laden. Hier muß man leider auf Hörbeispiele verzichten – geht aber.

Den Lernkrimi habe ich (zugegeben) etwas zu optimistisch gekauft. Hier muß ich noch Grundlagen ansammeln, sonst wird es recht mühsam. Ich denke mal, daß in zwei, drei Monaten eine gute Zeit dafür kommen wird.

Die Apps. Achja….
Ich habe im normalen Leben ein Android-Handy und für die Couch ein iPad. Somit muß ich mich durch mehrere Welten schlagen, wenn es um die Auswahl von Apps geht.

Am Anfang habe ich Duolingo verwendet. Damit konnte ich immer mal wieder ganz gut Englisch lernen. Leider aber ist Duolingo für mich nicht geeignet Schwedisch zu lernen, weil es nur eine Version Englisch <-> Schwedisch gibt – damit komme ich nicht klar, wenn ich dann später in zwei Sprachen denken und schreiben soll und dann noch lernen… – das geht nicht. Auf meine zwei Anfragen nach einer Deutsch <-> Schwedischen Variante hat man leider nicht geantwortet.

Was ganz nett ist für mich zum Zwischendurch etwas Schwedisch zu lernen, ist die App Mondly. Das kostet aber für ein Jahr (48 EUR) – macht aber Spaß. Nachteil: nicht immer ist das, was da so übersetzt wurde so übersetzt, daß es schlüssig ist und die Lösungsvorschläge haben oft nichts mit der Lösung zu tun, die das Programm als richtig erwartet. UND: es gibt nichts, was die Grammatik erklärt.

Trotzdem macht es Spaß Mondly zu benutzen. Die Zielgruppe für die App sind Touristen… keine Ollis.

Vor ein paar Tagen habe ich nun noch „HejSvendska2“ für mich entdeckt. Entwickelt mit Geld aus der EU und im Auftrag der Stadt Malmö. Der App vertraue ich am meisten und vor allem auch: sie ist kostenlos. Einfach mal testen. Für den Einstiegt ganz gut. „HejSvenska“ gibt es auch als Web-Version und neben Android auch fürs iPad

Alle diese Apps gibt es für die Welten von iPad und / oder Android.

Es gibt auch noch zwei Wörterbücher (so eine Art Duden) der Svendska Akademien für Handy und Pad. Die Erklärungen sind aber eben auch nur in Schwedisch.

Übersetzungsnachschlagwerke für Tablett oder Handy gibt es die üblichen Kandidaten. Mein großer Sohn nimmt Ponds – ich machs auch. Leider zu teuer und leider für Umme auch nicht so schön, da Werbung.
Bei eBay habe ich einen gebrauchten Langenscheidt Deutsch-Schwedisch recht preiswert ersteigern können, kurz danach noch einen Sprachführer aus dem selben Haus.

Sehr hilfreich sind das Kinderprogramm von SVT und auch SVT Nyheter, welche auch Nachrichten in leichtem, langsam gesprochenem Schwedisch anbieten – immer gut zu lernen. Hier sucht man einfach nach „Radio Sweden pa lätt svenska“. Da wird man fündig.

SverigeTidninger – Schwedische Zeitungen sind auch hilfreich. Auch wenn es oft Bezahlangebote sind, so erhascht man doch einen Blick auf die Schlagzeilen. Mehr will man ja hier auch oft nicht sehen.

Skriv Svenska – Und erst später habe ich Skriv Svenska entdeckt, welche tatsächlich mit der schwedischen Grammatik etwas weiterhelfen kann. Hier findet man auch diese ganzen Regeln zu den en/ett-Wörtern und noch so vieles mehr… UND: es gibt diese Seite auch als App (jedoch nur für Android)

Na dann.

Das war mal wieder ein kleiner Einblick. Wer schwedisch kann und aus Berlin kommt, der kann sich gern mal melden für einen Kaffee und ein Stück Kuchen… Wie man das übersetzt, das schreib ich nicht hierher.