10. August – Hotel Transsylvanien

Die erste Nacht im Hotel Narvik ist vorüber.

Wir haben unser Hotel in „Hotel Transsylvanien“ umbenannt. Zum Frühstück haben wir erfahren, das es noch ein Pärchen, wohl Norweger, gab, die sich auch hierher verirrten.

Das Personal ist hier der Personal. Es gibt scheinbar nur einen. Gestern als Portier verkleidet und heute als Koch im Kochzweireiher. Ob er auch die Zimmer reinigt?

Wir stellen uns vor, daß ABBA hier vielleicht mal genächtigt hat oder der Chef sie so sehr mag und das WLAN-Kennwort dahingehend geändert hat (1970 taucht auch drin auf). Vielleicht hatte sich ABBA auch gerade hier zerstritten wegen der Auswahl des Hotels?

Immerhin hat es drei Sterne und der Personal ist immerhin beflissen und akkurat – wir haben sogar eine Schüssel für Antons Fußbad bekommen. Salz haben wir ja selber im Gepäck.

Heute sind wir um 8 Uhr aufgestanden. Das Frühstück (inklusive) paßte zum Charme des Hauses – nett waren die Spiegeleier und der Kaffee. Antons Morgenmüsli war wohl quer im Geschmack, er stieg auf Eierkuchen mit Marmelade um.

Wir sind aber satt geworden und haben uns dann entschlossen einen Schaufensterbummel in Narviks Hauptstraße zu machen.

Und da wir schon Shoppingmall Nummer 1 kannten, stürzten wir heute in die Mall Nummer 2.

Vorbei ging es an den zentral gelegenen Fiskethallen, dem Verkausfladen für frischen Fisch.

In dieser Mall gab es auch nettes zu entdecken, jedoch haben wir eh kein Platz für irgendwas im Gepäck.

Staatlicher Alk-Laden (sieht aus wie ein Edel-Intershop)

3,50 Euro die Kugel… extra für Finn fotographiert…

Wir schlenderten zum Hafen, ich legte mein Bein hoch, dann ging es im gemächlichen Schneckentempo zurück ins Hotel.

Nun lagen wir da. Anton badete in salzigem Wasser seine Zehen und ich ruhte meinen Fuß aus.

Dann haben wir die nächsten Tage geplant.

Wir reisen morgen aus Narvik ab. Wir würden gerne mit der Bahn Richtung Kiruna/Schweden fahren. Hier gab es eine schwere Explosion und die Bahnstrecke ist nun gesperrt.

Wenn, dann kommt alles mit einem Schlag.

Wir fahren morgen nach Krokvik mit dem 91er Bus. Krokvik liegt kurz vor Kiruna. Dort werden wir versuchen zu angeln. Anschliessend fahren wir mit dem Bus nach Kiruna und zelten die letzten Tage und besuchen das Bergwerk, welches uns interessiert. Freitag geht es dann auf den Rückweg mit dem Nachtzug und dem sonntäglichem Flieger nach Tegel.

Heute gab es schon Abendbrot. Ein ganzes Grillhähnchen für umgerechnet 2,90 Euro und frisches Brot für 1,98 Euro. Und zum Abschied zwei Bier für 2,60 Euro die Dose. – Ein leckeres Abschiedsessen.

Unser Zimmer stinkt barbarisch. Nicht nach Grillhähnchen. Es sind unsere nassen, ja nun schon fast trockenen Schuhe und Wandersocken. Ich hatte zwar die Socken versucht zu waschen, jedoch ist da ein Aroma drin, dass selbst die Mücken vor dem Fenster kotzen müssen. – Wir werden die Socken dann wohl nicht mehr anziehen können. Schade.