17. August – Fernweh adé

Letze Stunden in Kiruna. 8 Uhr aufgestanden, gefrühstückt und gepackt und umgepackt und wieder gepackt. Abwaschen, Müll rausbringen. Fertig. 11 Uhr haben wir unser Dach über dem Kopf aufgegeben. Nun heißt es warten. Es regnet mal wieder. Mit einer Gefriertasche könnten wir ja was vom Regen einfrieren und mitbringen. Uns fehlt es an der Tasche.

Na gut. Wir stiefelten besonders langsam zur Touristen- Information und dürfen unser Gepäck unterstellen.

Was nun tun? Wir schauen in unsere schwedische Münzsammlung und beschließen uns in Cafe zu setzen. Für einen heißen Kakao, eine Schnecke und einen Kaffee reicht es locker.

Wie fast überall gibt es auch hier WLAN, was wir schamlos ausnutzen.

Unser Zug geht 15:05 Uhr. Wir haben viel Zeit. Der Bahnhof liegt 3 km außerhalb Kirunas. Er wurde voriges Jahr verlegt.

Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt. Und wir fanden auch noch das Grab vom Gründer der Stadt, welcher sich am Rande der Kirche bestatten lassen wollte.

Dann nahmen wir Abschied vom Rathaus, was dem Stadttransfer zum Opfer fallen wird und von der alten Feuerwache.

Was recht traurig war, war die Ankunft vom Bus aus Nikkaluokta. – Diesen hätten wir genommen, wenn ich mir den Fuß nicht verstaucht hätte…

Ach ja. Die Rakete nicht zu vergessen. Die europäische Raumfahrtagentur ESA ist ja auch hier in der Nähe und in Verbindung mit Virgin wird geforscht und auch am Weltraumtourismus gearbeitet.

Na. Nun geht es aber wirklich mal zum Bahnhof… Der Weg ist ausgeschildert nachdem voriges Jahr der Bahnhof umgezogen ist, aber der alte Bahnhof noch bei Google Maps verzeichnet war und so einige ihren Zug verpaßten, weil gar kein Bahnhof mehr da war 😵

Und nun galt es bloß noch zu warten mit all den anderen Rucksacklern.

…und der Zug fuhr nahezu pünktlich ab.

Und während der Zug so fuhr und ich Ludovico Einaudi hörte und aus dem Fenster schaute, kamen mir echt die Tränen. Das war etwas zu viel…

In Boden C wurde der Zug geteilt. Ein Teil nach Luleå, ein Teil nach Stockholm. Wir hatten den richtigen Teil erwischt und ein Boardbistro ist auch wieder dran mit Coffee open end, wenn man denn einen einzigen Kaffee gekauft hat <hurra>.

Auf Frage beim Schaffner, ob der Zug auch in Stockholm Arlanda hält, bekamen wir die Auskunft, daß der Zug zwar hält, aber nur, wenn man ein Ticket bis dorthin gekauft hat. Man könne aber dort trotzdem aussteigen, muß jedoch beim Verlassen des Bahnhofs eine Lizenzgebühr bezahlen, weil der Bahnhof einem privaten Betreiber gehört. – Zur Info: Stockholm Arlanda ist Stockholms großer Flughafen – vergleichbar mit Schönefeld in Berlin und ebenso abseits gelegen. Pro Nase werden wohl 18 SKR fällig (etwa 1,80 EUR).

Und wie es so ist…

…sie dauert lang, die Fahrt, und es ziiiiiieht sich…